Autorin • Unternehmerin • Speakerin

“Jeder von uns hat eine Geschichte. Und die ist es wert erzählt zu werden!” – World Storytelling Day 2021

Wenn ich erzähle, dass ich mich mit Stories und Storytelling beschäftige, ist die Antwort häufig: “Spannende Geschichten haben die anderen. Ich habe gar keine Geschichte” oder auch “Meine Geschichte ist nicht interessant genug.”

Diese Antworten habe ich von CEOs, Chefredakteuren, Frauen, Männern, Boomern und Millennials gehört. In Deutschland und Österreich. Wir denken häufig immer noch, unsere eigene Geschichte ist nicht interessant genug, um erzählt zu werden. Und was ist überhaupt unsere eigene Geschichte?

In den USA, wo ich viele Jahre gelebt habe, sieht die Sache ganz anders aus. Hier können alle die eigene Geschichte erzählen und Storytelling wird gesellschaftlich gelebt.

“In den USA ist Storytelling ein Teil der Ausbildung und wird schon im frühesten Kindesalter geübt.”

In einer deutschen Schule in New York habe ich erlebt, wie schon Vierjährige lernen ihre Story zu erzählen. Und ganz spielerisch Mini-Präsentationen über ihr Leben, ihre Träume, Hobbies, Familie und Freunde halten. Über das reden, was Ihnen wichtig ist. Denn unsere Geschichte besteht nicht nur aus dem was wir machen, sondern aus zwei Teilen:

  1. Unsere Motivation: “Warum machen wir das, was wir machen?” und
  2. Unsere Perspektive: “Wie sehen wir Die Welt? Sehen wir das Glas halb voll oder halb leer? Und was ist eigentlich in unserem Glas?”

Auch als ich in den USA studiert habe, wurde immer wieder von mir verlangt, meine eigene Geschichte zu erzählen. Die Leute wollten nicht so sehr wissen, was ich wann gemacht hatte, sondern was meine Story war, was mich als Person ausmachte.

Was bringt Storytelling?

Als ich mit 23 alleine nach New York gezogen bin, habe ich gemerkt, was Storytelling eigentlich bringt: connection. Stories erlauben uns, die Welt aus anderen Augen zu sehen. Eine andere Perspektive einzunehmen.

Auch wenn Storytelling hierzulande oft mit Marketing in Verbindung gebracht wird und den Ruf hat, dass es dabei um “Verkaufen” geht, geht es eigentlich um viel mehr. Darum nämlich, mit der eigenen Story, den eigenen Erlebnissen eine Verbindung zu einem anderen Menschen herzustellen. Und das geht überall: im Taxi, beim Bäcker in der Schlange, der Oma am Telefon, bei Arbeitskollegen, Freunden und Familie.

World Storytelling Day

Am 20.03. ist World Storytelling Day und ein guter Anlass, um einfach mal anzufangen. Wir brauchen gar keine Hollywood-Story, sondern die Erlebnisse, die wir haben und die Erfahrungen, die wir machen sind völlig genug. Sie sind spannend und interessant, weil sie unsere eigene Geschichte sind. Und die ist es wert zu erzählen.

Vielleicht denken Sie jetzt: Das klingt alles gut, aber wie fange ich an?

Wie fange ich an?

Wenn wir mit anderen Menschen reden, ist es leicht, auf der reinen Informationsebene hängen zu bleiben. Wir erzählen was wir gemacht haben. Das ist aber noch keine Geschichte.

Mein Motto hierbei ist:

“Eine Geschichte ohne Persönliches ist möglich. Aber sinnlos.”

Wenn Sie das nächste Mal mit ihrer Schwester telefonieren, ihrem Kollegen oder mit dem Typ in der Schlange vor dem Kiosk ins Gespräch kommen, versuchen Sie doch einmal einen kleinen Schritt weiter zu gehen. Beantworten Sie im nächsten Gespräch doch mal diese Fragen:

  1. Warum mache ich das, was ich mache?
  2. Warum beschäftigt mich das?

Storytelling ist eine Fähigkeit, genauso wie Schach oder Tennis Spielen, die man üben muss. Und wenn es beim ersten Mal etwas holprig ist, versuchen Sie es einfach gleich wieder. Gelegenheiten gibt es meist mehr als man denkt!

Viel Spaß beim Erzählen!

Ihre Rebecca Vogels

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“Jeder von uns hat eine Geschichte. Man muss sie nur erzählen.“

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Story first.

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